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TEILNEHMER AN DER BÖRSE

Hier findest Du jeweils eine kleine Beschreibung der wichtigsten Instanzen und Teilnehmer, die für Dich von Bedeutung sein könnten, solltest Du am Aktienmarkt aktiv werden wollen.

Analysten

Wenn Du Dich mit Aktienmärkten und deren zukünftigen Entwicklungen beschäftigst, wirst Du mit hoher Wahrscheinlichkeit schonmal über Grafiken gestoßen sein, die die Analystenmeinungen zu der jeweiligen Aktie abbilden. Dabei handelt es sich in der Regel um Meinungen renommierter Banker, die unzählige Daten analysieren und in ihre Bewertung mit einfließen lassen. Letztlich geben sie eine Einschätzung ab, wie aussichtsreich die Zukunft der jeweiligen Aktiengesellschaft ihrer Meinung nach ist. Dabei verwenden sie zahlreiche Fachbegriffe, die letztendlich alle die gleiche Kernaussage in sich tragen - eine kleine Liste davon findest Du weiter unten.

Du solltest bei der Berücksichtigung der Analystenmeinungen jedoch IMMER folgendes bedenken: Handelst du unüberlegt oder stur entsprechend der Meinung von Analysten und verbuchst mit deinen Investments Verluste, können diese unter keinen Umständen zur Rechenschaft gezogen werden. Daher solltest Du vor jeder Investitionsentscheidung natürlich Deinen Verstand einschalten. Bedenke immer, dass auch Analysten regelmäßig falsch liegen und auch sie die Zukunft nicht mit 100%iger Sicherheit vorhersagen können.

Du solltest laut Analystenmeinungen(!) eine Aktie kaufen, wenn du folgende Begriffe liest:

  • Übergewichten

  • (Strong) Buy

  • Upgrade

  • Kaufen

  • Outperform

  • Overweight

Verwenden Analysten folgende Begriffe, solltest Du die Aktie ihrer Meinung nach(!) verkaufen:

  • Untergewichten

  • Sell

  • Verkaufen

  • Undeperform

  • Reduce

Anlageberater

Bei Anlageberatern handelt es sich in der Regel um Personen, die z.B. bei Deiner Hausbank hauptberuflich beschäftigt sind und zahlreiche Privatkunden beim Vermögensaufbau beraten. Seit der Finanzkrise in den Jahren 2008 / 09 haben nicht nur Banken, sondern natürlich auch ihre hauseigenen Berater zwar stark an Vertrauen verloren, dennoch ziehen viele Privatanleger bei ihren Investitionsentscheidungen oft die Beratung durch einen Bankberater der eigenständigen Informationsrecherche vor. Solltest Du Dich dennoch für ein solches Gespräch entscheiden, entscheiden, solltest Du, genau wie bei der Berücksichtigung von Analystenmeinungen, beachten, dass auch Bankberater die Zukunft nicht vorhersagen können und Du auf Ihre Empfehlungen nicht blind vertrauen solltest. Außerdem gilt: Je besser Du Dich auf das Beratungsgespräch vorbereitest und je mehr Vorkenntnisse Du mitbringst, desto höher der Nutzen, den Du aus dem Gespräch ziehen wirst und desto individueller kann der Bankberater Dich beraten.

Aktiengesellschaft

Dir ist wahrscheinlich schon klar, worum es sich bei einer Aktiengesellschaft handelt, dennoch findest Du hier nochmal eine kurze Beschreibung.

Aktiengesellschaften sind im 19. Jahrhundert entstanden, als es im Zuge der Industrialisierung dazu kam, dass einzelne Personen nicht mehr in der Lage waren, genug finanzielle Mittel aufzubringen, um dem wirtschaftlichen Wachstum gerecht zu werden. Folglich wurde Geld von Anteilseigner (Aktionären) eingesammelt und ihnen im Gegenzug zukünftige Gewinne versprochen. So waren die entsprechenden Unternehmen in der Lage mit dem gewonnenen Kapital ihre Produktion, Forschung, Entwicklung uvm. noch stärker anzukurbeln und dem Geiste der Zeit zu entsprechen.

Privatanleger

Zum Teil der Privatanleger zählen Personen wie Du und ich. Die gängigen Bezeichnungen "freie Investoren", "Kleinanleger" oder auch "Retailanleger" werden dabei synonym zum "Privatanleger"verwendet. Laut Definition der meisten Banken sind Privatanleger natürliche Personen, die die Informationen, die sie aus Büchern, News oder den Finanzmärkten gewinnen, ausschließlich zur Verwaltung des eigenen Vermögens nutzen. Im Gegensatz zur institutionellen Anlegern (siehe unten) haben Privatanleger diverse Vorteile. Diese sind primär im Kleinanlegerschutzgesetz festgehalten. Durch dessen Inkrafttreten im Juli 2015 ist es zu Änderungen in folgenden Gesetzen gekommen:

  • Finanzdienstleistungsaufsichtsgesetz (FinDAG)

  • Vermögensanlagengesetz (VermAnlG)

  • Wertpapierhandelsgesetz (WpHG)

  • Handelsgesetzbuch

  • Vermögensanlagen-Verkaufsprospektverordnung

  • Wertpapierdienstleistungs-Verhaltens- und Organisationsverordnung

  • Gewerbeordnung

Seit diesen zahlreichen Veränderungen zu Gunsten der Privatanleger sind Emittenten von 'Vermögensanlagen' dazu verpflichtet, mit verschiedenen Maßnahmen für mehr Transparenz ihrer Finanzprodukte und besseres Verständnis beim potentiellen Anleger zu sorgen. Das Kleinanlegerschutzgesetz verschärft im Wesentlichen das Vermögensanlagengesetz. Im Rahmen des Vermögensanlagengesetzes werden Unternehmensbeteiligungen, Beteiligungen an Treuhandvermögen, Genussrechte und Namensschuldverschreibungen als Vermögensanlagen der Prospektpflicht unterworfen. Zukünftig sollen zudem auch gewinnabhängige Darlehen, Nachrangdarlehen und sämtliche wirtschaftlich vergleichbaren Anlagen als Vermögensanlagen angesehen werden. Von den Änderungen des Kleinanlegerschutzgesetzes grundsätzlich nicht betroffen sind dagegen Aktien, Rentenpapiere und Investmentfonds. (Quelle: Bundesfinanzministerium - Monatsbericht 08/2015)

Fazit: Der Privatanleger wird über diverse Wege durch den Staat davor geschützt, mit dubiosen Anlagevehickeln über's Ohr gehauen zu werden.

Institutionelle Anleger

Im Gegensatz zum Privatanleger handelt es sich beim institutionellen Anleger im Sinne des §67 Abs. 2 WpHG um:

  • Wertpapierdienstleistungsunternehmen

  • sonstige zugelassene oder beaufsichtigte Finanzinstitute

  • Versicherungsunternehmen

  • Organismen für gemeinsame Anlagen und ihre Verwaltungsgesellschaften

  • Pensionsfonds und ihre Verwaltungsgesellschaften

  • Börsenhändler und Warenderivatehändler

(Quelle: §67 (2) WpHG)

Ein wesentlicher Vorteil institutioneller Anleger gegenüber dem Privatanleger sind die prozentual geringeren Transaktionskosten. Aufgrund der deutlich höheren Beträge, die sie am Finanzmarkt bewegen, handeln sie wesentlich günstigeren Konditionen. Andererseits ist es oft der Fall, dass sich institutionelle Investoren im Rahmen ihres Vorgehens am Finanzmarkt in der Regel an bestimmte Regeln halten müssen und bspw. nicht alle Anlageklassen zum Vermögensaufbau nutzen dürfen.

Zentralbanken

Die Zentralbanken dieser Welt rutschen seit Jahren immer mehr in den Fokus, nicht nur der täglichen Medien, aber besonders der Finanzmärkte und der Politik.

Grundsätzlich ist eine Zentralbank eine Notenbank, die zugleich Träger der Währungspolitik eines Landes oder einer Währungsgemeinschaft ist. Das primäre Ziel einer Zentralbank besteht darin, für Preisstabilität zu sorgen, um ein stetiges Wirtschaftswachstum zu unterstützen.

Die Zentralbank in Europa ist Dir wahrscheinlich bereits bekannt - die "Europäische Zentralbank" (EZB).

Die EZB ist ein offizielles Organ der europäischen Union. Ihre primäre Aufgabe ist es, wie oben beschrieben, die Stabilität des Euros (€) zu gewährleisten, um dessen Kaufkraft zu erhalten (Quelle: Artikel 127 Abs.1 AEU-Vertrag).

Die "Federal Reserve" (FED) ist das us-amerikanische Pendant zur EZB. Sie beaufsichtigt die monetäre bzw. finanzielle Stabilität der USA. Ihr Vorgehen ist dabei unabhängig von der amerikanischen Regierung.

Sowohl die EZB als auch die FED legen den Leitzins für die jeweilige Region regelmäßig auf's Neue fest. Unten findest Du eine Grafik, die die einzelnen Zinsschritte der FED seit dem Jahr 2000 zeigt. Was genau es mit dem Zins auf sich hat, findest Du hier.

Wie Du unschwer in der Grafik erkennen kannst, wird der Leitzins je nach Wirtschaftslage von der FED entsprechend angepasst.

Weitere Zentralbanken weltweit sind die folgenden. Sie kümmern sich, ebenso wie die EZB und die FED, in erster Linie um die Absicherung der Preisstabilität in der jeweiligen Region sowie die Erhaltung der Kaufkraft der Währung des eigenen Landes oder der Währungsgemeinschaft.

  • Bank of England (BoE)

  • Bank of Japan (BoJ)

  • Schweizer Nationalbank (SNB)

  • Bank of Canada (BoC)

  • Reserve Bank of Australia (RBA)

  • Reserve Bank of New Zealand

  • Riksbank (Schwedische Nationalbank)

  • Norges Bank (Norwegische Nationalbank)

  • TCMB (Türkische Nationalbank)

  • South African Reserve Bank (SARB)