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Investieren in KI – Worauf solltest Du achten?

Aktualisiert: Apr 24

Seit April 2019 investiere ich mein Geld am Aktienmarkt. Ich lese regelmäßig Börsenzeitschriften, Finanzblogs und schaue 'Aktien-News-Videos'. Bei meinen Investitionen am Aktienmarkt spielt natürlich auch die Zukunftstechnologie (?) 'Künstliche Intelligenz' eine durchaus erwähnenswerte Rolle. Doch was genau hat es damit auf sich, welche Trends scheinen sich abzuzeichnen und welche großen Player solltest Du auf dem Schirm haben? Genau geht's im heutigen Blogbeitrag.


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Künstliche Intelligenz?

3. Zukunftsperspektiven von KI

4. Trends in KI

5. Technologieführer in KI

6. Fazit

7. Disclaimer


1. Einleitung

Bereits seit einigen Jahren ist die künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch und verspricht, eine disruptive, revolutionäre Technologie zu der Zukunft zu werden. Bereits heute verbessern sich die genutzten Maschinen laufend. Sie werden besser darin, Daten zu interpretieren, Muster zu erkennen sowie Aufgaben auf immer effizienterem Wege zu lösen. Der Fakt, dass in diesem Bereich führende Unternehmen immer weiter an neuen Formen der KI forschen, zeugt davon, dass es sich um eine zukunftsträchtige Technologie zu handeln scheint.

Auch die Gehälter, die an Führungskräfte im Bereich der künstlichen Intelligenz fließen, zeugen von großem Vertrauen und großer Hoffnung, die in die Branche gelegt wird.

Doch warum genau verfügt die künstliche Intelligenz überhaupt über ein so großes Zukunftspotenzial und was macht sie so besonders? Dazu sollten wir zunächst klären, was unter „Künstlicher Intelligenz“ überhaupt zu verstehen ist.💡


2. Was ist künstliche Intelligenz?

Künstliche Intelligenz beschreibt den Einsatz von Algorithmen, die das Verhalten von Maschinen steuern, um Probleme auf eine intelligente oder menschenähnliche Weise zu lösen.

Um die verschiedenen Formen der künstlichen Intelligenz exakt zu differenzieren, sind folgende Erklärungen erforderlich:


Machine Learning⚙️

Maschinelles Lernen beinhaltet die Idee, dass ein Computer mithilfe von Algorithmen gewisse Muster erkennen und erlernen kann. Je mehr Daten dem Computer dabei zur Verfügung stehen, desto stärker und schneller vergrößert der Computer seine Wissensbasis, nur um mehr Aufgaben lösen zu können.

Der Begriff der KI beschreibt Systeme, die in bestimmten Situationen intelligente Ergebnisse produzieren können. Das maschinelle Lernen bezieht sich hingegen auf Systeme, die aus Erfahrungen Schlussfolgerungen ziehen und sich an verschiedene Situationen anpassen können.


Neural Networks🧬

Neuronale Netze sind Algorithmen vieler dicht miteinander verbundener Verarbeitungsknoten. Inspiration dazu liefert das menschliche Gehirn. Diese Algorhitmen verfügen zu Beginn über keine Voreinstellungen. Sie leiten nahezu all ihre Informationen und Erkenntnisse durch die Erkennung von Mustern, Regeln und Verbindungen selbst ab.


Deep Learning📚

Deep Learning ist ein Bestandteil des maschinellen Lernens. Es werden neuronale Netze dazu verwendet, um Datensätze in zahlreichen verschiedenen Dimensionen zu analysieren, Muster zu identifizieren und diese Muster übereinander zu stapeln, um Kategorien zu erstellen, die zur Klassifizierung von eben diesen Datensätzen verwendet werden können. Bestes Beispiel dafür ist die „Fotos“-App auf Apple’s Endgeräten. Ohne über zusätzliche Informationen zu verfügen, ist die App, bzw. die dahinter stehende Technologie, dazu in der Lage, die Gesichter verschiedener Personen auf Bildern zu erkennen und Ordner zu erstellen, die ausschließlich Fotos mit dieser Person beinhalten.


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3. Zukunftsperspektiven von KI

Viel mehr als die folgende Grafik ist zu den Zukunftschancen dieser disruptiven Technologie wohl gar nicht zu sagen. In nahezu jeglicher Branche wird KI ein Thema von großer Bedeutung sein. So soll bspw. die durchschnittliche Arbeitsproduktivität deutlich steigen. Laut einem Bericht von „MarketsandMarkets“ wird damit gerechnet, dass der Umsatz, der mit Hardware, Software und Dienstleistungen erzielt wird, die direkt mit KI-Kategorien wie Machine Learning, der Verarbeitung natürlicher Sprache, kontextabhängigem Rechnen und maschinellem Sehen zusammenhängt, von $21,46 Mrd. in 2018 auf $190,61 Mrd. in 2025 anwachsen wird. Das entspricht einem durchschnittlichen Jahreswachstum von 36,6% - ein unglaublicher Wert.

Laut dieser Grafik steht dem Umsatz mit Unternehmensanwendung im Bereich KI bis 2025 sogar ein durchschnittliches jährliches Wachstum von fast 50%(!) bevor.


Die KI-Revolution ist bereits in vollem Gange und ihre positive Entwicklung wird sich vermutlich weiter fortsetzen. Führende Unternehmen in sämtlichen Branchen und Wirtschaftszweigen werden von eben dieser Entwicklung u.a. aufgrund von immer weiter um sich greifenden Netzwerkeffekten stark profitieren.


Die große Bedeutung von „Machine Learning“

Die Funktionalität von Computern beruht seit jeher auf den vordefinierten Anweisungen, die ihnen zugeführt werden. Maschinen sind bisher immer auf Anweisungen oder Algorithmen angewiesen gewesen, um den Vorstellungen entsprechend zu funktionieren. Dabei werden einem Gerät oder einer Anwendung Codezeilen gegeben & die Maschine führt ihrerseits die durch diesen Code streng definierten Funktionen aus. So funktionieren bis heute die Mehrheit der Computersysteme, doch es gibt bereits Beispiele für maschinelle Lerntechnologien.

Pedro Domingos trifft in seinem Buch "The Master Algorithm" eine sehr interessante Aussage zum Thema, die hier sinngemäß wiedergegeben wird:

"Computer sollen nicht kreativ sein; sie sollen das tun, was man ihnen sagt. Wenn das, was Sie ihnen sagen, kreativ ist, erhalten Sie Machine Learning. Ein Lernalgorithmus ist wie ein Meister: Jede seiner Produktionen ist anders und exquisit auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten. Aber anstatt Stein in Mauerwerk oder Gold in Schmuck zu verwandeln, verwandeln die Lernenden Daten in Algorithmen. Und je mehr Daten sie haben, desto komplizierter können die Algorithmen sein.“


Beim maschinellen Lernen geht es darum, Daten zu sammeln, die in einen Algorithmus eingespeist werden können, um Muster zu erkennen und Rückschlüsse zu ziehen, die die Entwicklung eines neuen Algorithmus prägen werden. Eine Maschine oder ein Algorithmus, der in der Lage ist, sich selbst zu verbessern, wenn er mit neuen Daten konfrontiert wird, hat das Potenzial, sich weiter zu entwickeln und mit hoher Geschwindigkeit immer effizienter zu werden. Klingt doch fast wie das 8. Weltwunder – dem Zinseszins. Daher haben First Mover in Sachen KI hohe Chancen, schnell Vorteile zu erlangen, die für die Konkurrenz hohe Markteintrittsbarrieren darstellen werden.🚫

Von den Nachrichten, die in Deinen Social-Media-Feeds erscheinen, bis hin zu den Seiten, die Dir von einer Suchmaschinenanfrage zurückgegeben werden, sind die Ergebnisse in der Regel auf Deine früheren Anfragen und Deine Netzaktivität zugeschnitten. Es geht noch weiter: KI-Algorithmen formen bereits Erfahrungen auf der Verbraucherebene. Wenn Du mit diesen Systemen interagierst, lernen Maschinen immer mehr Dinge über Dich – mit wem Du gerne redest, welche Videos Du Dir gerne anguckst und vieles mehr.


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4. KI – Trends

Doch die Nutzung der KI geht weit über Suchmaschinen und Social-Media-Plattformen hinaus. Fortschritte in der KI-gestützten Technologie könnten enorme Auswirkungen auf das Gesundheitswesenhaben, mit dem Potenzial für Algorithmen, die die Analyse von Patientengeschichten dramatisch beschleunigen und u.a. prädiktive Diagnosen ermöglichen.

KI hat die Fähigkeit, unsere Lebensqualität durch die Erkennung wertvoller Datenmuster dramatisch zu verbessern, und die Unternehmen an der Spitze der KI-Technologiehierarchie werden mit hoher Wahrscheinlichkeit eine enorme Performance hinlegen – und demzufolge natürlich auch deren Aktien. Ein genaues Auge auf die großen Trends im Bereich der KI kann Investoren und Privatanlegern helfen, abzuschätzen, wo der Markt enden könnte und welche Potenziale sich ergeben könnten. Voraussetzung dafür ist das Verständnis der nicht ganz leicht zu verstehenden Technologie. Um welche Trends es dabei im Detail geht, findest Du im folgenden Abschnitt. Welche Unternehmen in den jeweiligen Bereichen führend sind bzw. hohes Potenzial vorweisen? Ich befürchte, da muss ich auch nochmal genauer schauen.


Zusammenarbeit mit Regierungen & Staatsoberhäuptern

Das unglaubliche Potenzial der künstlichen Intelligenz bedeutet, dass die Regierungen der Welt ein wachsendes Interesse entwickelt haben, sich einen Vorteil gegenüber geopolitischen Rivalen zu sichern, denn KI wird für die Cybersicherheit sowohl auf Unternehmens- als auch auf Regierungsebene sehr wichtig sein. Diese Dynamik führt zu einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen Technologieführern und Regierungsbehörden und veranlasst die Länder, ihre technologischen Ressourcen und Daten besser zu schützen.🔐

Die Spannungen, die durch das neue technologische Wettrüsten entstehen, werden am Handelskrieg zwischen den USA und China deutlich, wobei der Wunsch, sich die Führung in entscheidenden Bereichen wie KI und 5G-Internet zu sichern, einen grundlegenden Hintergrund für die Streitigkeiten zwischen den beiden Ländern darstellt. Die Bedeutung des globalen Wettbewerbs um die Vorherrschaft in der künstlichen Intelligenz wird vermutlich enge Beziehungen zwischen Regierungen und führenden Unternehmen fördern. Experten prognostizieren, dass die Zusammenarbeit zwischen privaten Unternehmen und staatlichen Einrichtungen einen großen Einfluss auf die Entwicklung von KI-abhängigen Bereichen wie dem Internet der Dinge und der Cybersicherheit haben wird.


Der Daten-Boom

Bereits seit einigen Jahren sind wertvolle Daten der Schlüssel zum Aufbau und zur Verbesserung von Systemen der künstlichen Intelligenz. Man kann sich Daten als die Materialien für den Bau von Systemen der künstlichen Intelligenz vorstellen, während KI die Maschine selbst ist.

Laut Experten des Forschungsunternehmen IDC wird sich die Gesamtmenge aller digitalen Daten weltweit von 2017 bis 2025 verzehnfachen❗️


Maschinelles Sehen

KI-gestützte Bildverarbeitungstechnologie steht im Mittelpunkt einer Vielzahl wichtiger Technologieprojekte. Dazu zählen auch die Gesichtserkennung, autonome Fahrzeuge und robotergestützte Produktion und Fertigung. Die Mehrheit, der im nächsten Jahrzehnt neu gewonnenen Daten wird aus Videos und Bildern stammen. Es ist also mit deutlichen Fortschritten in eben diesen Bereichen zu rechnen.

Hochwertige Kameras und andere Formen der visuellen Sensortechnologie werden dank technologischer Verbesserungen und weiterhin sinkender Kosten für die breite Masse verfügbar gemacht.


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5. Technologieführer in KI

Bei Betrachtung der Zahl der Unternehmen, die in Sachen KI tätig sind, scheint es keinen Mangel zu geben. Ähnlich wie beim Internet bedeuten die weitreichenden Auswirkungen der künstlichen Intelligenz und dessen Netzwerkeffekte, dass nahezu jede Branche in irgendeiner Weise von dem Phänomen der künstlichen Intelligenz betroffen sein wird. Doch nicht alle Unternehmen, die in KI investieren, werden ganz sicher die Gewinner von morgen sein. Welche bereits etablierten Unternehmen vom Zukunftstrend profitieren könnten, erfährst Du jetzt.

Noch eins vorab: Wie kann es sein, dass nicht jedes Unternehmen rigoros davon profitiert, in KI zu investieren? Die Entwicklung von KI-Technologie ist sehr kapital- und ressourcenintensiv. Folglich sind die Unternehmen an der Spitze dieses revolutionären technologischen Vorstoßes in der Regel Technologie-Giganten mit tiefen Taschen und bereits bestehenden Geschäftspositionen, die ihre Unternehmungen im Bereich der KI bereits vor vielen Jahren auf den Weg gebracht haben.

9 Unternehmen, die vom Trend der künstlichen Intelligenz stark profitieren könnten:


Alphabet

Alphabet (ISIN US02079K3059) weist eine der überzeugendsten Positionen im Bereich der KI vor, was wohl einer der zentralen Gründe für das Vertrauen der Investoren in den Google-Mutterkonzern ist. Zusätzlich zu seinem sogenannten „DeepMind-Labor“, das sich der Forschung und Anwendung von KI widmet, verfügt das Unternehmen über eine Fülle anderer Geschäfte und Vermögenswerte, die es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem langfristigen Marktführer in der KI machen könnte. Google ist seit Jahren die mit Abstand meist genutzte Suchmaschine, was dazu führt, dass Google bzw. Alphabet über eine Datenmenge verfügt, von der andere Unternehmen nur träumen können.

Einerseits sind Daten ein entscheidender Bestandteil zur Erzielung von Fortschritten bzgl. der maschinellen Intelligenz. Andererseits ist die Fähigkeit, riesige Mengen an Informationen zur Verarbeitung einzuspeisen, für die Verbesserung der verwendeten Algorithmen unerlässlich. Plattformen wie YouTube, Gmail und die Google Drive-Suite erzeugen nahezu unendlich viele Daten, die in maschinelle Lernalgorithmen eingespeist werden können und von Google somit genutzt werden können.

Alphabets tiefe Taschen, Datenressourcen und seine Stärke in der KI haben dem Unternehmen auch geholfen, sich als eine Art First Mover im Bereich der selbstfahrenden Autos zu positionieren. Die Tochtergesellschaft Waymo ist derzeit die einzige amerikanische Einheit, die fahrerlose Fahrzeuge der Stufe 4 an Personen testet, die weder bezahlte Tester noch Angestellte sind. Autonome Fahrzeuge werden riesige Datengeneratoren sein. Es wird vermutet, dass ein einziges selbstfahrendes Fahrzeug innerhalb eines Jahres mehr als zwei Millionen Gigabyte an Daten erzeugen würde.


Amazon

Jeder kennt Amazon. Neben dem gleichnamigen Online-Einzelhandel ist Amazon.com (ISIN US0231351067) auch der führende Anbieter von Cloud-Computing-Diensten. Das Unternehmen hat seinen Vorsprung im Bereich des Cloud-Computing genutzt, um sich auch in der KI einen nicht zu vernachlässigenden Vorteil zu verschaffen. Im Jahr 2018 entfielen auf Amazon mehr als 30% des Marktes für Cloud-Infrastrukturen. Dieses Maß an Marktdominanz bedeutet, dass eine unglaubliche Menge an Informationen durch die Rechenzentren des Unternehmens gepumpt wird und dem Unternehmen Zugang zu einer Fülle von wertvollen Daten verschafft, die wiederum in maschinell lernende Algorithmen eingespeist werden können.

Die Echo-Hardware des Unternehmens und der Sprachassistent Alexa sind führend in Geschäftsbereichen, in denen auch in Zukunft eine große Anzahl wertvoller Daten anfallen wird, und die Entscheidung, das Alexa-System allen seinen Cloud-Kunden zur Verfügung zu stellen, eröffnet enorme neue Datenquellen. Amazon entwickelt auch eigene Chips für den Einsatz in seinen Alexa-betriebenen Geräten und AWS-Rechenzentren. Mit dem Datenzugriff auf Verbraucher- und Unternehmensebene und der Investition des Unternehmens in den Aufbau seiner Vermögenswerte auf der Hardwareseite hat Amazon eine glänzende Zukunft im Bereich der künstlichen Intelligenz.


Microsoft

Wo Alphabet und Amazon sind, darf auch Microsoft (ISIN US5949181045) nicht fehlen. Mit der Azure-Plattform hat das Unternehmen eine starke Position im Cloud-Computing-Bereich, eine Eigenschaft, die ihm sowohl einen Vorsprung im A.I.-Bereich verschafft als auch das Unternehmen als einen großen Nutznießer von Fortschritten im Bereich des maschinellen Lernens positioniert.

Die Azure-Plattform liegt in Bezug auf den Marktanteil hinter Amazon Web Services zurück, aber Microsoft genießt immer noch eine günstige Position im Bereich der Rechenzentren und des Cloud-Computings. Auch die führende Rolle des Unternehmens im Bereich der Unternehmenssoftware und die Umstellung von Office- und anderen Software-Suites auf Cloud-basierte Dienste könnte dem Unternehmen Zugang zu Informationen verschaffen, die seine Konkurrenten nur schwierig erhalten könnten. Fortschritte bei den KI-Funktionen sollten dazu beitragen, den Wert der Azure-basierten Dienste von Microsoft zu verbessern.


NVIDIA

Cloud Computing wird eine wesentliche Rolle bei der Weiterentwicklung der Technologie KI spielen, doch Halbleitern, Prozessoren und anderer Computer-Hardware wird zukünftig ebenfalls eine wachsende Bedeutung zugewiesen. NVIDIA (ISIN US67066G1040) ist ein führender Anbieter von Grafikprozessoren, die zur Stromversorgung von KI-Anwendungen beitragen.

Das Unternehmen verzeichnet ein großes Wachstum bei Prozessoren, die von führenden Anbietern von Cloud-Diensten wie u.a. Amazon und Microsoft verwendet werden. Auch der Bereich der selbstfahrenden Autos ist nicht sicher vor NVIDIAs Chips, die bspw. in den Displays solcher Fahrzeuge gebraucht und verbaut werden. NVIDIAs Chips spielen auch eine große Rolle bei den aktuellen KI-Anwendungen im Gesundheitswesen. Das Unternehmen hat sich mit General Electric zusammengetan, um Hardware für die GE Healthcare-Initiative bereitzustellen.



Facebook

Facebook (ISIN US30303M1027) erreicht monatlich mehr als 2 Mrd.(!) aktive Nutzer. Das Unternehmen muss also riesige Datenmengen sichten und sicherstellen, dass jeder seiner Nutzer die Inhalte sieht, die für seine Interessen am relevantesten sind. Das Technologieunternehmen setzt bereits maschinelle Lernalgorithmen ein, um die Verteilung der Inhalte auf den Geschmack der Benutzer zuzuschneiden und um angenehme Erfahrungen auf seinen Social-Media-Plattformen zu ermöglichen.

Auch in Zukunft ist damit zu rechnen, dass das Unternehmen vermehrt auf künstliche Intelligenz setzen wird, um das Meer an Daten unter Kontrolle zu kriegen und effizient nutzen zu können.

Wie andere, vor allem softwaregesteuerte Technologie-Giganten mit Führungsambitionen im Bereich des maschinellen Lernens, entwickelt Facebook jetzt seine eigenen, KI-fokussierten Chips, um seine Abhängigkeit von Chip-Herstellern von Drittanbietern zu verringern und sicherzustellen, dass es mit speziell für seine Bedürfnisse entwickelter Hardware arbeitet. Auch hier wird deutlich, dass zwecks Fortschritt im KI-Bereich hohe Investitionen unerlässlich sind.


IBM

Da das alte Mainframe- und Servicegeschäft von IBM (ISIN US4592001014) an Schwung verliert, sucht das Unternehmen nach einer neuen Reihe von Wachstumsgeschäften, um die Rückgänge auszugleichen und das Unternehmen für zukünftiges Wachstum zu positionieren. Künstliche Intelligenz scheint bei diesen Wachstumsinitiativen eine wichtige Rolle zu spielen, und die $34 Mrd. teure Übernahme des Open-Source-Software-Dienstleistungsunternehmens RedHat wurde wahrscheinlich durchgeführt, um die eigene Position im Bereich der Cloud-Dienste zu stärken und das Unternehmen neu zu positionieren, damit es besser mit führenden High-Tech-Konkurrenten konkurrieren kann.

IBM verfügt zwar nicht über Vermögenswerte, die Daten auf Verbraucherebene erzeugen, wie z.B. Google, Amazon und Facebook, aber das Unternehmen hat eine etablierte Position bei den Unternehmensdiensten. IBMs Watson schafft bereits Werte in der Gesundheitsbranche, und das Unternehmen investiert in großem Umfang in die Weiterentwicklung seines Geschäfts für kognitive Gesundheit und andere KI-Anwendungen. Die künstliche Intelligenz verstärkt auch die Sicherheitsfunktionen und -dienste des Unternehmens.

Ohne Experte auf diesem Gebiet zu sein, traue ich IBM unter den genannten Unternehmen am wenigsten Wachstum in der Zukunft der künstlichen Intelligenz zu. Es steht deutlich weniger Cash zur Verfügung als es bei den zuvor genannten Unternehmen der Fall ist und das Unternehmen wirkt in meinen Augen vergleichsweise träge und konservativ.

Doch schauen wir mal in den asiatischen Raum, denn aufgrund der weitaus größeren Bevölkerung einiger Länder scheint sich hier noch deutlich mehr Potenzial zu verstecken.


Baidu

Baidu (ISIN US0567521085), oft als "China’s Google" bezeichnet, verfügt über erhebliche Vorteile im Wettlauf um die Entwicklung fortschrittlicherer künstlicher Intelligenz. Ähnlich wie amerikanische Technologieführer wie Alphabet und Amazon hat Baidu ein eigenes sprachbasiertes Betriebssystem sowie kompatible Hardware – u.a. intelligente Lautsprecher, intelligente Beleuchtung und weitere Geräte für das vernetzte Haus.

Baidu macht auch einen großen Schritt in Richtung selbstfahrende Autos und arbeitet an Technologien für maschinelles Sehen und maschinelles Lernen, von denen es erwartet, dass sie den Weg für fortgeschrittene autonome Navigationsfunktionen ebnen werden. Das Unternehmen genießt bei der Entwicklung von KI-Technologien starke Unterstützung von Seiten der chinesischen Regierung – ein nicht zu vernachlässigender Faktor!


Alibaba

Alibaba (ISIN US01609W1027) betreibt die Online-Verkaufsplattformen Tmall und Taobao, die das Unternehmen zum unangefochtenen Marktführer im E-Commerce in China machen. Es wird oft als das chinesische Pendant zu Amazon bezeichnet. Es betreibt auch die führende Cloud-Service-Plattform des Landes.

Alibaba verwendet auf seinen Online-Einzelhandelsplattformen Machine-Learning-Algorithmen, um Produktvorschläge und Suchergebnisse auf der Grundlage des Nutzerverhaltens anzupassen. Außerdem arbeitet das Unternehmen an Technologien für Smart Cars und Smart Citys.


Tencent Holdings

Mit einer führenden Position im Bereich der sozialen Medien in China und der Expertise in interaktiver Unterhaltung, hat Tencent (ISIN KYG875721634) das Potenzial, ein großer Gewinner in Sachen KI zu werden. Auf der Nachrichtenplattform WeChat sind ca. 1 Mrd. monatliche Nutzer aktiv.

Damit ist die Plattform die meistgenutzte Social-Media-Plattform des Landes. Die App hat sich nach und nach zu einem All-in-One-Service entwickelt, der es ermöglicht, Kontakte zu knüpfen, sich über Neuigkeiten zu informieren, online einzukaufen, Flüge und Doktor-appointments zu buchen sowie auf Online-Gaming-Portale zuzugreifen.

Auch in der Gaming-Branche ist Tencent ganz vorne mit dabei – mit einigen der beliebtesten Spiele weltweit (u.a. League of Legends & Fortnite) gengeriert das Unternehmen wertvolle Daten, von denen es mithilfe von KI profitieren kann.


Eines haben die drei genannten, chinesischen Unternehmen gemeinsam. Sie sind sehr gut vor der Konkurrenz auf dem Westen geschützt. Alphabet, Amazon und Facebook haben keinen Zugang zu chinesischen Markt, da die Regierung diesen Unternehmen den Markteintritt untersagt hat.🚫 Sämtliche Daten, die die chinesische Bevölkerung generiert, sollen im Land bleiben und von den „lokalen“ Unternehmen zur Verfügung gestellt werden können. Diese (u.a. Tencent & Alibaba) arbeiten Hand in Hand mit der chinesischen Regierung und leiten die ausgewerteten Daten weiter – Ein unfassbar profitables Privileg gegenüber den Techgiganten aus dem Westen.


6. Fazit

Aufgrund der zahlreichen, bereits genannten Faktoren, die für die KI-Technologie in Zukunft eine Rolle spielen werden, fällt das Fazit relativ kurz aus.

Mit der Weiterentwicklung der KI-Technologie wird die Zahl der Anwendungsfälle und die Auswirkungen auf die verschiedenen Branchen weiter zunehmen. Die genaue Entwicklung des Marktes für künstliche Intelligenz ist natürlich nur schwierig zu prognostizieren, doch Anwendungen im Bereich von KI scheinen erst am Anfang ihrer Blütezeit zu stehen.

Für Anleger, die in Technologieunternehmen investieren möchten, stellt die kontinuierliche Entwicklung und Einführung von Algorithmen für das maschinelle Lernen einen riesigen Wachstumskatalysator dar. Die Chancen stehen gut, dass die KI-Technologie einen ähnlichen Impact haben wird, wie es einst beim Internet der Fall war.


Was sagst Du? Bist Du in eine oder mehrere der genannten Aktien investiert?


7. Disclaimer

Eins noch: Ich betreibe hier weder Anlageberatung, noch möchte ich für bestimmte Unternehmen, Anlageklassen o.ä. werben. Ich übernehme keine Haftung oder Fehlerhaftung für ggf. falsche Angaben. Ich berichte hier lediglich auf Basis meiner eigenen Meinung. So solltest Du auch all' Deine Investment-Entscheidungen treffen.💡


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