• FelixInvestiert

Der nächste Crash kommt bestimmt! Wie Du Dich gegen den Totalverlust wappnen kannst!

Aktualisiert: Apr 24

Seit April 2019 investiere ich mein Geld am Aktienmarkt. Ich lese regelmäßig Börsenzeitschriften, Finanzblogs und schaue 'Aktien-News-Videos'. Da kommt man natürlich nicht drum herum, über denBei meinen Investitionen am Aktienmarkt spielt natürlich auch die Zukunftstechnologie (?) 'Künstliche Intelligenz' eine durchaus erwähnenswerte Rolle. Doch was genau hat es damit auf sich, welche Trends scheinen sich abzuzeichnen und welche großen Player solltest Du auf dem Schirm haben? Genau geht's im heutigen Blogbeitrag.



Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ein bisschen Geschichte gefällig?

3. Was bringt die Zukunft?

4. Anzeichen eines Crashs

5. Was kannst Du tun, um Dich auf den nächsten Crash vorzubereiten?

6. Fazit

7. Disclaimer



1. Einleitung

Ja, ich weiß, der Titel dieses Blogbeitrags ist etwas provokant. Doch mit dem Wort „Crash“ im Titel erlangen selbsternannte „Finanzexperten“ schließlich auch regelmäßig die meisten Klicks bei YouTube, die meisten Re-Tweets bei Twitter usw. Und wo Du nun schon Mal hier bist, kannst Du ja auch gleich weiterlesen. Ich verspreche Dir, Dich erwartet hier weder Crash-Propheten-Geschwafel noch Schwarzmalerei.

Wird es den nächsten Finanz-Crash geben? Ja, ganz gewiss. Wann wird es ihn geben? Nicht den leisesten Schimmer. Ich möchte mit diesem Beitrag keine Angst o.ä. schüren, sondern einerseits die Vergangenheit betrachten, Parallelen zur heutigen Situation aufzeigen sowie einen Blick in die Zukunft wagen und Möglichkeiten aufzeigen, wie Du Dich für den nächsten Finanzcrash absichern kannst.



2. Ein bisschen Geschichte gefällig?

Am 7. Februar 1637 platzte die seit 1634 andauernde Tulpenzwiebelspekulation in Holland. Tulpenzwiebeln wurden auf Auktionen und an der Börse zum Spekulationsobjekt. Ab 1630 blühte auch der Handel mit Optionsscheinen auf Tulpenzwiebelanteile. Preise explodierten förmlich und stiegen von 1634 bis 1637 auf mehr als das fünfzigfache an. In Amsterdam wurde ein komplettes Haus für 3 Tulpenzwiebeln verkauft. Viele Zwiebeln kosteten mehrere tausend Gulden. Der höchste Preis für die wertvollste Tulpensorte lag Anfang 1637 bei unfassbaren 10.000(!) Gulden für eine einzige Zwiebel. Ein Zimmermann verdiente zu dieser Zeit durchschnittlich 250 Gulden pro Jahr!

Quelle: https://www.nzz.ch/finanzen/was-aus-vergangenen-bewertungsblasen-zu-lernen-ist-ld.1330486


Eine für einige Leser wohl etwas nahbarere Krise fand Anfang dieses Jahrtausends statt. Es geht natürlich um die Dotcom-Blase, die v.a. die Dotcom-Unternehmen der NewEconomy traf und besonders in Industrieländern zu horrenden Verlusten sowohl bei Kleinanlegern als auch bei professionellen Investoren sorgte. Die Blase war ein weltweites Phänomen & von größter Relevanz war dabei die NASDAQ-Börse. In Deutschland waren v.a. die Aktien der Deutschen Telekom gefragt. Auslöser des Booms waren damals die hohen Gewinnerwartungen & Spekulationen auf steigende Aktienkurse, die durch neue technologische Entwicklungen entfacht wurden. Die Begriffe „Internet“ und „Mobiltelefon“ waren in aller Munde und es folgte ein IPO nach dem anderen. Alles was auch nur im entferntesten Sinne mit einem dieser beiden Begriffe zu tun hatte, wurde teils blind ins Depot gelegt.

Quelle: https://de.cointelegraph.com/news/is-crypto-space-fated-to-become-another-dotcom-bubble


Letztlich wurden die Zweifel an den Bewertungen dieser Unternehmen immer lauter, da hinter deren Börsenwert oft nicht mehr als ein paar Gebäude und eben der Name versteckt war. Nachdem einige Unternehmen Insolvenz anmeldeten, begannen professionelle Investoren damit, ihr Geld dem Markt zu entziehen und riesige Mengen an Aktien auf den Markt zu werfen. Unerfahrene Kleinanleger begannen, ihre Verluste um jeden Preis zu begrenzen und Kursrückgänge verwandelten sich in Kursstürze. Gefälschte Bilanzen und inhaltlich falsche Ad-Hoc-Meldungen waren an der Tagesordnung.


Bei einigen Unternehmen fiel der Kurs tiefer als der Buchwert und bewirkte eine massive Unterbewertung der entsprechenden Aktien. Bis einschließlich 2005 waren zahlreiche Unternehmen unterbewertet.

Als Kleinanleger aus „Internet-Aktien“ flohen und begannen, in die vermeidlich sichere Anlageklasse Immobilien zu investieren, bildete sich bis ins Jahr 2007 hier die nächste Blase – dieses Mal eben am Hypothekenmarkt. Das Platzen der sogenannten Subprime-Blase sorgte nicht nur für die nächste Finanz-, sondern gar für die allseits bekannte Weltwirtschaftskrise. So verlor der S&P500 von Juli 2007 bis März 2009 über 50%(!) an Wert. Erneut wurde das Vertrauen von Privatanlegern und der breiten Öffentlichkeit missbraucht und der Aktienmarkt für so einiges Leid verantwortlich gemacht – durchaus zu Recht wohlgemerkt. Das Sentiment der Menschen zu diesen Zeiten?

Quelle: https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/wall-street-warum-us-banker-nicht-in-den-knast-gehen/13650202.html?ticket=ST-805738-2WjOe7TdkGxUdqbpasj4-ap1


Auch aktuell befinden sich viele Aktienkurse wieder naher oder gar weit über ihren All-Time-Highs. Kommt also bald der nächste Crash? Was ist vom Aktienmarkt in der nächsten Jahren zu erwarten? Steigen die Kurse weiter oder knallt es schon sehr bald? Werfen wir doch mal einen Blick in die Zukunft…


3. Was bringt die Zukunft?

Der Tod ist im Leben eines jeden Menschen eine sichere Sache (zumindest noch). Die überwältigende Mehrzahl der Finanzexperten sieht das genauso, wenn es darum geht, die Frage zu beantworten, ob es zu einem weiteren Finanzcrash kommt. Auch ich (ohne mich als Experten bezeichnen zu wollen) bin davon überzeugt, dass es hier eher um die Frage „Wann passiert es?“ gehen sollte, als das infrage steht, ob es zu einem Crash kommen wird. In den vergangenen Crashs gab es neben sehr vielen Verlierern auch einige wenige Gewinner, die auf die richtigen Aktien gesetzt und sich so selbst zu teils endlosem Reichtum verholfen haben.

Natürlich weiß niemand zu 100%, ob und wann es zu Kursstürzen an den weltweiten Aktienmärkten kommen wird, doch die Wahrscheinlichkeit scheint bei historischer Betrachtung der Konjunkturzyklen doch sehr hoch, dass solche Einbrüche erneut stattfinden werden. Doch was könnte ein Grund sein? Unser Finanzsystem basiert auf einer globalisierten Welt, da heutzutage jede Industrienation mit jeder Industrienation eng vernetzt ist. Es könnte also passieren, dass der Kollaps einer bedeutenden Nation (z.B. USA) zum Zusammenbruch des gesamten Wirtschaftssystem führt. Je mehr finanzielles Volumen also in den „globalisierten Märkten“ steckt, desto größer könnten die Schäden in einem Crash ausfallen.



4. Anzeichen eines Finanzcrashs

Mit Blick auf vergangene Crashs lassen sich einige Anzeichen identifizieren, die wiederholt aufgetaucht sind und teils gar ein Muster erkennen lassen. Kurz bevor es in den letzten Krisen „geknallt hat“, war eine Art Ruhe vor dem Sturm erkennbar. Diese Ruhe hat sich allerdings nicht darin geäußert, dass viele Investoren ein ruhiges Händchen bewahrt oder gar ihre Investitionen vom Finanzmarkt abgezogen haben. Ganz im Gegenteil: Vielmehr war das Motto „Friede, Freude, Eierkuchcn“. JEDER begann, in Aktien zu investieren. Überall waren Aktien das Thema des Gesprächs. Auch diejenigen, die eigentlich keinen Bezug zu Aktien und dem Finanzmarkt hatten, waren plötzlich ganz angetan und sprachen von schnellem Reichtum.

Passend dazu bekam man von Investoren & Großanlegern im Anschluss an die Weltwirtschaftskrise immer wieder den folgenden Spruch zu hören:

„Du solltest Dein Geld spätestens dann aus dem Markt abziehen, wenn die Kassiererin im Supermarkt von Aktien spricht!“

Was sagen Experten zur aktuellen Marktlage? Die deutliche Mehrzahl der Analysten geht davon aus, dass es zwar einen großen Crash geben wird, dieser vermutlich aber noch eine gewisse Zeit auf sich warten lässt. Die momentane Situation als Euphorie zu bezeichnen wäre zu viel des Guten – dafür sind viele Unternehmenszahlen noch deutlich zu durchwachsen.


Schulden Nach der Weltwirtschaftskrise 2008 sind Staaten, Banken & Unternehmen endlich vernünftiger geworden! Sie haben aus den fatalen Folgen des Schuldenexzesses gelernt. Davon werden viele Bürger überzeugt sein; v.a. da unzählige Politiker & Notenbanker ihnen genau das immer wieder versichert haben. Leider entspricht das absolut nicht der Wahrheit. Kreditsummen sind in den letzten Jahren weltweit auf ein Rekordhoch gestiegen und eine Umkehr dieses Trends scheint nicht in Sicht. Die Verbindlichkeiten von weltweiten Unternehmen, dem Finanzsektor, Regierungen sowie privaten Haushalten lagen im Jahr 2008 noch bei US$ 170 Billionen. 10 Jahre später waren es bereits US$ 247 Billionen. Besonders das Wachstum der Anzahl von sog. Zombie-Unternehmen scheint besorgniserregend, d.h. Unternehmen, die ohne die Aufnahme von Schulden nicht existieren würden.

Wie Du am Beispiel der USA sehen kannst, wird auch für die kommenden Jahren ein wachsender Schuldenberg prognostiziert.

Einen Live-Ticker der Schuldenuhr der USA findest Du hier.

Quelle: https://swiftmoney.com/blog/the-future-of-debt/


Der US-Dollar Der US-Dollar ist seit geraumer Zeit die unangefochtene Leitwährung der Welt. Großer Profiteur sind natürlich die USA. Nahezu sämtliche Rohstoffe dieser Welt werden in US-Dollar als Gegenwert abgerechnet. Viel entscheidender ist jedoch der Fakt, dass die USA die eigenen Im- & Exportströme durch Beeinflussung der Wechselkurse manipulieren können. Hinzu kommt die Schonungslosigkeit, mit der die USA Verwerfungen durch Dollar-Schwankungen in anderen Ländern provozieren. Passen dazu ist die Aussage des ehemaligen US-Finanzministers John Connally: „Der Dollar ist unsere Währung, aber euer Problem!“

Auch ausländische Kreditnehmer verschulden sich am liebsten in US-Dollar. Primär da der Dollar-Anleihenmarkt weltweit führend ist. Auch sog. Junk-Bonds finden hier ihre Abnehmer. Vor allem Schwellenländer verschulden sich zwecks schnellerem Wachstum immer mehr in US-Dollar. Seit 2008 hat sich deren Verschuldung glatt verdoppelt.



Der Handlungsspielraum der Notenbanken Auch wenn ich diesem Punkt eigentlich vielen „Experten“ widerspreche, möchte ich dieses Aspekt für Dich näher erläutern: Die weltweiten Zentralbanken haben zur Rettung der Wirtschaft in den letzten Jahren immer wieder den Leitzinssatz gesenkt & sogar Null- und Minuszinsen eingeführt und Anleihenkäufe durchgeführt. Bereits nach dem Börsencrash 1987 wurde vermehrt Geld gedruckt und das gleiche Vorgehen war auch bei sämtlichen vergangenen Finanzkrisen zu erkennen. Nach jeder Krise sind Zinsen also weiter gefallen, während Schulden immer weiter steigen. Beispielsweise ist es so, dass die Bilanzsumme der EZB immer weiter anwächst und der Leitzins des Euros immer weiter fällt. Viele Experten warnen also, dass der Spielraum der Notenbanken folglich immer kleiner wird. Wie gesagt: hier widerspreche ich ganz klar, doch mehr dazu in einem weiteren Blogbeitrag.

Ein Aspekt, bei dem ich allerdings den meisten Experten zustimme, ist das Problem, dass Zentralbanken immer mehr Staatsanleihen ihrer eigenen Länder halten. Fallen diese, wie vor Kurzem in Italien der Fall, stark im Wert oder fallen aus, kommt es zu exorbitanten Verlusten seitens der Zentralbanken.

Quelle: https://finanzmarktwelt.de/fed-und-zinssenkungen-es-geht-um-insulin-nicht-um-zucker-145861/


Zombieunternehmen Auch die bereits erwähnten Zombie-Unternehmen könnten ein immer wichtigerer Faktor sein, wenn es darum geht, wann es zu einem Crash an den Finanzmärkten kommt, deren Namen aus der Finanz-Misere der 1980er Jahre in Japan entstammt. Lediglich die lockere Geldpolitik der Zentralbanken und die niedrigen Zinsen ermöglichen es solchen Unternehmen, für Unmengen an Fremdkapital zu sorgen und so irgendwie zu überleben. In einer Studie der OECD heißt es, dass jeder vierte Kredit, der in Griechenland vergeben wird, an ein Zombie-Unternehmen vergeben wird.



Der Handelskrieg Donald Trump hat seit seinem Amtsantritt immer wieder für Handelsstreits gesorgt. Demnach ist nicht nur China betroffen. Auch Kanada, der Iran und Mexiko wurden erst einmal mit Zöllen belegt. Da die USA seit Jahren mehr Waren importieren, als exportieren, möchte Trump nun endlich das Handelsbilanzdefizit verringern. Kurzfristig wird das auch funktionieren, da die Einführung von Zöllen erst einmal dafür sorgen, dass im Inland zusätzliche Arbeitsplätze entstehen, mehr produziert und folglich mehr exportiert werden kann. Langfristig ist das Ganze simpler Volkswirtschaftslehre zufolge allerdings absoluter non-sense, solange die bestehenden Beziehungen weiterhin auf ausgiebigem Handel basieren. Leider scheint Trump das nicht nachvollziehen zu können…oder zu wollen. Die Leidtragenden der eingeführten Zölle? Die amerikanische Bevölkerung. Sämtliche Produkte, die Stahl enthalten, sind seit der Zolleinführung drastisch im Preis gestiegen.

Quelle: https://www.iatp.org/blog/201901/us-china-trade-negotiations-any-plausible-trade-offs


Lies auch: Meine Anlagestrategie!


5. Was Du tun kannst, um Dich auf den nächsten Crash vorzubereiten

Es geht nicht darum, ob der Markt abstürzt, sondern nur darum, wann es geschehen wird und ich denke wir sind uns einige, wenn ich sage, dass die Vorbereitung vor dem Absturz leichter ist als danach.

Trotz der unglaublichen Hausse, die wir in den 10 Jahren seit dem Ende des "verlorenen Jahrzehnts" erlebt haben, wird es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht immer so weiter gehen. Auch wenn es oft wenig Freude macht, sich über den nächsten Aktiencrash Gedanken zu machen, sollte man sich nicht erst nach dem Absturz darum kümmern, was mit den eigenen Assets, sondern dann damit beginnen, wenn Mitmenschen anfangen, gierig zu werden, bedingungslose Euphorie herrscht und Aktien immer und immer wieder die alten All-Time-Highs überbieten. Kurzum: Irgendwann sollte eben von der Vermögensvermehrung zur Vermögenssicherung umgestellt werden.

Was könntest Du also tun, um Dich auf einen kommenden Crash adäquat vorbereitet zu sein? Das, was nun folgt, sind ausschließlich Tipps! Dabei handelt es sich nicht um Anlageberatung oder Ähnliches. Triff Deine Investment-Entscheidung also bitte immer selbst!


Tipp 1: Investiere kein Geld, das Du in den nächsten 5 Jahren brauchen wirst!

Eine der wichtigsten Regeln des Vermögensaufbaus sowie der Vermögenssicherung ist, Geld, das Dir innerhalb der nächsten 5 Jahre zur Verfügung stehen muss, da du bspw. ein neues Auto, eine Wohnung oder gar ein Haus kaufen möchtest, nicht in spekulative Anlagewerte wie z.B. Aktien zu investieren. Das ist zumindest die Meinung zahlreicher Experten. Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen und den Zeitraum auf 10 Jahre erhöhen, um die Wahrscheinlichkeit eines Verlustes noch stärker zu reduzieren. Das heißt natürlich nicht, dass Du Deine gesamten Reserven für die kommenden 5 oder 10 Jahren unter Deinem Kopfkissen bunkern sollst. Hast Du ein „sicheres“ Einkommen aus einem Angestelltenverhältnis, deckt dieses Einkommen natürlich hoffentlich einen Großteil Deiner Ausgaben. Wenn Du sogar einen Schritt weiter gehen willst und dem Rat einiger Fachmänner & -frauen folgen möchtest, könntest Du sogar einen Teil Deiner Gewinne am Aktienmarkt realisieren und Aktien verkaufen. Ich bin absolut kein Fan davon, aber diese Möglichkeit besteht.



Tipp 2: Bewerte Deine Aktien auf Basis ihres langfristigen Potenzials! Dieser Tipp hat viel Ähnlichkeit mit Tipp 1, doch wollen wir das Ganze nochmal etwas anders betrachten. Aktien sind letztlich nichts anderes als finanzielle Vermögenswerte, die Eigentumsanteile an den Unternehmen darstellen, die sie emittieren. Der Wert einer jeden einzelnen Aktie basiert schlussendlich auf der Erwartung des Marktes für dessen zukünftigen Wertentwicklung. Auf Tagesbasis scheint es hingegen oft so, als gäbe es keinerlei Zusammenhang zwischen dem inneren Wert einer Aktie und dessen Kurs. Sind die Kurse Deiner Aktien in der letzten Jahren also stark gestiegen, besteht eine große Chance, dass zumindest einige Deiner Beteiligungen nicht wirklich so viel wert sind, wie der Markt Dir dafür bietet. Schaffst Du es, die Werte zu identifizieren, die im Verhältnis zu ihrem langfristig zu erwartenden Potenzial, Cash zu generieren, deutlich überbewertet sind, könntest Du sie verkaufen und den Erlös entweder in Titel investieren, die immer noch unterbewertet sind oder Deine Cash-Reserve damit aufbauen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Du nun flexibel bist, wenn es darum geht, Chancen in Form von Käufen unterbewerteter Unternehmen zu relaisieren.

Quelle: https://medium.com/darius-foroux/7-skills-that-will-help-reach-your-full-potential-575a7bb96598


Tipp 3: Orientiere Dich an Deinen Dividenden und beurteile so die Gesundheit der Unternehmen in Deinem Depot! Die Dividenden eines Unternehmens haben das Potenzial, viel darüber auszusagen, wie sich die Fundamentaldaten des Unternehmens entwickeln und zwar unabhängig davon, in welche Richtung sich der Aktienkurs bewegt. Ein interessanter Richtwert kann dabei die Ausschüttungsquote eines Unternehmens sein. Daran kannst Du ablesen, wie viel Gewinn das Unternehmen im Vergleich zu Deiner ausgeschütteten Dividende verdient. Oft ist es so, dass eine niedrige Ausschüttungsquote in Verbindung mit einer hohen Dividendenrendite davon zeugt, dass das Geschäftsmodell des jeweiligen Unternehmens mehr Wert ist, als es der Markt anerkennen will. Da ein Unternehmen seine Dividende auf der Grundlage seiner Fähigkeit zur Cash-Generierung zahlt, ist es für ein Unternehmen durchaus möglich, seine Dividende zu erhöhen, selbst wenn der Aktienkurs im gleichen Zeitraum gefallen ist. Doch Vorsicht! Manchmal kann es sogar Sinn machen, Aktien eines Unternehmens zu kaufen, das seine Dividende erhöht, obwohl der Aktienkurs gefallen ist!


Tipp 4: Erhöhe Deine Cash-Reserve, wenn Du der Meinung bist, dass der Markt bald abstürzt! Dieser Tipp klingt natürlich sehr klug, ich weiß. Niemand weiß, wann der Markt fällt und selbst wenn: Handelt es sich nur um eine kleine Korrektur wie es Ende 2018 der Fall war oder geht es nach und nach um 50% oder sogar mehr bergab? Tja, genau aus diesem Grund baue ich aktuell nach und nach immer mehr Cash-Reserven auf, um auf eben solche Szenarien vorbereitet zu sein. Ob dafür aktuell der richtige Zeitpunkt ist? Keine Ahnung – aber wer weiß das schon. Viel wichtiger finde ich den Rat: Sorge dafür, dass Du Dich mit Deiner Entscheidung wohl fühlst!


6. Fazit

Nachdem Du jetzt ein wenig zur Historie verschiedener Finanzcrashs erfahren hast, gelesen hast, was aktuelle Brandherde sein könnten und weißt, was Du tun kannst, um für den nächsten Crash gewappnet zu sein, hier noch ein paar abschließende Worte. Wissen wir, dass der nächste Finanzcrash kommen wird? Absolut, ja! Wissen wir wann der nächste Finanzcrash kommt? Nein! Wir können Vermutungen anstellen, aber wissen tun wir es sicher nicht. Lustigerweise ist es aber so, dass bestimmte Personen immer wieder vorgeben, genau darüber Bescheid zu wissen. Dazu zählen z.B. auch Marc Friedrich & Matthias Weik. Diese beiden „Experten“ bzw. Crash-Propheten brachten bereits im Mai 2012 das Buch „Der größte Raubzug der Geschichte“ und im Jahr 2014 das Buch „Der Crash ist die Lösung“ heraus. Seitdem sprechen sie immer wieder auf Lesungen und beraten vermeidliche besorgte Menschen dabei, die richtige Strategie für den Crash zu finden. Nehmen wir mal an, wann wäre bspw. im Juni 2012 auf einem ETF auf den S&P500 ausgestiegen und hätte z.B. in Gold investiert:


Rendite S&P500 seit Juli ´12: 145,65%

Rendite Gold seit Juli ´12: ca. 6,12%


Das soll übrigens nicht heißen, dass ich kein Fan von Gold bin. Es geht mir lediglich darum, zu zeigen, dass Du Folgendes nicht vergessen solltest:


"Time in the market beats timing the market"

Denn, egal was passiert, die Börse haut nichts um!


7. Disclaimer

Eins noch: Ich betreibe hier weder Anlageberatung, noch möchte ich für bestimmte Unternehmen, Anlageklassen o.ä. werben. Ich übernehme keine Haftung oder Fehlerhaftung für ggf. falsche Angaben. Ich berichte hier lediglich auf Basis meiner eigenen Meinung. So solltest Du auch all' Deine Investment-Entscheidungen treffen.💡

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