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6 Lektionen, die Du kennen solltest, wenn Du Dein Geld an der Börse investierst!

Ich beschäftige mich nun seit ca. einem Jahr mit den Themen Aktien, Börse etc., lese regelmäßig Börsenzeitungen und schaue 'Aktien-News-Videos'. Da trifft man immer wieder auf einige Klischee-behaftet klingende Aussagen, die ich heute für Dich auf den Prüfstand stelle.


Doch an welcher dieser Aussagen ist wirklich etwas dran? Als blutiger Börsenanfänger könnten all diese teils dubios klingenden Aussagen wahr sein. Die Realität zeichnet allerdings ein anderes Bild und genau gilt es, in diesem Beitrag etwas näher zu beleuchten.

Mehr dazu erfährst Du, wenn Du weiter liest...


Inhaltsverzeichnis

  1. Lektion 1: Buy & Hold > Market Timing

  2. Vermeide unnötige Steuerzahlungen & Gebühren!

  3. Investiere regelmäßig in ETFs!

  4. Gewinne laufen lassen!

  5. Man muss nicht auf allen Hochzeiten tanzen

  6. Mach Dich nicht verrückt – Es bringt nichts!

  7. Disclaimer


Lektion 1: Buy & Hold > Market Timing!

Wenn Du 10 Personen fragen würden, was langfristiges Investieren für sie bedeutet, würdest Du vermutlich 10 verschiedene Antworten erhalten. Einige sagen vielleicht 10 bis 20 Jahre, während andere vielleicht fünf Jahre als eine langfristige Investition betrachten. Diese unterschiedlichen Interpretationen eines langen Anlagehorizonts können zu unterschiedlichen Anlagestilen führen.💭

Wichtiger noch als die Definition der Langfristigkeit ist jedoch die Gestaltung der Strategie, mit der Du langfristige Investitionen tätigst. Das heißt, Du musst Dich zwischen Buy-and-Hold („passives“ Investieren) und Market-Timing („aktives“ Investieren) entscheiden.


Buy & Hold Bei Buy-and-Hold handelt es sich um den Kauf von Wertpapieren, die langfristig gehalten werden, wobei die Definition von Langfristigkeit eben je nach Anleger verschieden sein kann. Wertpapiere werden beim Buy & Hold Ansatz NICHT verkauft.


Market Timing Market Timing beschreibt das aktive Kaufen und Verkaufen von Wertpapieren, um zu versuchen, zu den vorteilhaftesten Zeiten in den Markt ein- bzw. vor den ungünstigsten Zeitpunkten aus dem Markt auszusteigen.


Zahlreiche Studien zeigen immer wieder, dass der Buy & Hold Ansatz eine Outperformance aufweist. Primärer Grund dafür ist der Fakt, dass niemand die Zukunft vorhersagen kann und Market Timing dadurch unheimlich schwierig wird. Ein Großteil der größten Renditen oder Rückgänge am Markt konzentrieren sich auf einen kurzen Zeitrahmen. Bist Du an den besten Tagen nicht investiert, kann das Deine Rendite deutlich senken, da ein großer Teil der Gewinne für das gesamte Jahr an einem einzigen Tag erzielt werden kann. Verläuft der Markt für den Rest des Jahres seitwärts und Du warst an diesem einen Tag nicht investiert, hast Du eben Pech gehabt und keine Rendite gemacht.☹️

Einer Untersuchung der Charles Schwab Company aus dem Jahr 2012 hat ergeben, dass eine 20-jährige Halteperiode von Wertpapieren zwischen 1926 und 2011 in keinem Fall dafür gesorgt hat, dass das eingesetzte Kapital am Ende der Zeitperiode weniger wert war als zu Beginn.


Lies dazu auch: Meine Anlagestrategie


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Lektion 2: Vermeide unnötige Steuerzahlungen & Gebühren!

Steuer

Solltest Du in einem Börsenjahr Gewinn gemacht haben, möchtest aber vermeiden, Steuern auf diese realisierten Gewinne zu zahlen, hast Du als steuerpflichtiger Investor die Möglichkeit, ein Wertpapier, das einen nicht realisierten Verlust aufweist, zu verkaufen, um die Gewinne eines anderen Wertpapiers auszugleichen und Deine persönliche Steuerlast zu minimieren. Dieser Verkauf kann dabei durchaus am 31.12. eines Jahres stattfinden. Möchtest Du das Wertpapier jedoch weiterhin im Depot halten, hast Du die Möglichkeit, es am 01.01. des nächsten Jahres (bzw. 02.01., da Feiertag) nachzukaufen.💸


Abgeltungssteuer

Seit dem 01.01.2009 existiert in Deutschland die Abgeltungssteuer. Nach dieser sind auf sämtliche Kapitalerträge (also z.B. auf Gewinne aus Aktienverkäufen) 25% Steuern zzgl. Solidaritätszuschlag sowie ggf. Kirchensteuer zu entrichten. Diese Steuer dient der Vereinfachung der Kapitalertragssteuer und wird von allen Banken Deutschlands direkt einbehalten und ans Finanzamt weitergeleitet.


Sparerpauschbetrag für die Steuer auf Kapitalerträge

Solltest Du Dein Geld an der Börse investieren, hast Du die Möglichkeit, mithilfe eines sogenannten Sparerpauschbetrags nur geringe bis gar keine Kapitalertragssteuer (auch „Abgeltungssteuer“) zu zahlen. Dieser, auch als Steuerfreibetrag bezeichnete Betrag beläuft sich für Alleinstehende auf 801 € pro Person pro Jahr. Bei Ehepartnern liegt dieser (bei gemeinsamem Konto) bei 1.602€.

Zur Einrichtung des Freibetrags muss im Regelfall ein schriftlicher Antrag bei der entsprechenden Bank gestellt werden. Die Summe des Freibetrags kann dabei, sollten mehrere Aktien-Depots existieren, kann der Freibetrag auf die verschiedenen Finanzinstitute aufgeteilt werden.☑️


Gebühren

Neben Steuern spielen auch Ordergebühren, die beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren entstehen, eine nicht ganz unwichtige Rolle. Daher solltest Du weitestgehend versuchen, v.a. Ordergebühren aufgrund unnötiger Umschichtungen in Deinem Depot, so gering zu halten wie möglich. Doch auch auf den Broker kommt es an. Bei Trade Republic zahlst du bspw. für jeden Aktienkauf nur 1€(!) Ordergebühr - das ist unschlagbar!💪🏽



Von eben diesen geringen Ordergebühren kannst Du auch profitieren, indem Du Dein Aktien-Depot bei Trade Republic eröffnest - dem ersten mobilen und provisionsfreien Broker Deutschlands.

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Lektion 3: Investiere regelmäßig in ETFs!

ETFs (Exchange Traded Funds) sind eine weise Sache. Besonders dann, wenn Du keine Lust hast, Dich intensiv mit dem Kauf und Verkauf einzelner Wertpapiere zu beschäftigen. Bespare also monatlich einen oder mehrere ETFs & lass den Sparplan laufen. Am besten guckst Du einmal pro Quartal oder einmal im Monat in Dein Depot. Habe dabei die Kosten (u.a. Ordergebühren & Verwaltungsgebühren des ETF) im Auge. Da sich sehr viele Produkte sehr ähnlich sind, macht es oft keinen großen Unterschied im Hinblick auf Deine Rendite, welches Produkt Du wählst. Achte jedoch auf eine breite Streuung, die Du bspw. mit einem ETF auf den MSCI World Index realisieren kannst.


Lies dazu auch: MSCI World – 101



Lektion 4: Gewinne laufen lassen!

Begrenze Deine Verluste & lasse Deine Gewinne laufen. Fast jeder, der sich mit der Materie Aktien & Börse befasst, kommt früher oder später mit dieser Aussage in Kontakt. Das Problem dabei? Während Du Dich im Falle eines Verlustes leicht selbst dazu überreden kannst, eine Aktie zu verkaufen, sobald eine bestimmte Schwelle unterschreiten, aus dem einfachen Grund, dass Du nicht noch mehr Deines Geldes verlieren möchtest, ist das bei Gewinnmitnahmen nicht immer ganz so einfach. Nimmt man zu früh Gewinne mit, stellt es sich im Nachhinein als Fehlentscheidung heraus, da die Aktie weiterläuft, das Unternehmen immer mehr Gewinne einfährt usw. – allerdings ohne Dich. Lässt man Gewinne hingegen laufen, endet dieser Weg nicht selten im Minus. Wie Du es auch machst, es ist ja doch irgendwie falsch.


Vorstellung

Oft kommt es vor, dass Privatanleger mit der Orderzusatz „Trailing Stop Loss“ arbeiten (siehe dazu meine Erklärung im Börsenlexikon – diese findest Du hier). Oft sichern Privatanleger eine bestimme Prozentzahl vom Gewinn ab und ziehen diesen mit ihrem Orderzusatz mit. 📈


Realität

Die 1. Position eines Anlegers bewegt sich ins Plus und er oder sie nimmt Gewinne mit. Die Gewinne werden gesichert, indem das Stopp-Loss-Limit zu nah an den aktuellen Kurs sitzt. Schnell wird diese Position ausgestoppt. Der kleine Gewinn ist dann zwar eingestrichen, doch die Überraschung folgt sogleich. Die Aktie läuft und läuft und läuft. Der Anleger sah sich also zur Mitnahme des vergleichsweise kleinen Gewinn verleitet und hat einen größeren verpasst. Also denkt sich der Anleger: „Beim nächsten Mal werde ich nicht nochmal den gleichen Fehler machen.“ 🤦🏾‍♂️

Die 2. Position, die der Anleger kauft, steigt zunächst. Diesmal lässt der Anleger das erste Stopp-Loss-Limit wo es ist, nämlich beim maximalem Verlustbetrag. Der kleine Gewinn wird diesmal nicht gesichert und sofort geht es mit der Aktie abwärts und die Position wird ausgestoppt. Jetzt ist der Anleger sauer und schimpft: „Hätte er doch nur den kleinen Gewinn mitgenommen.“

Wie man es auch macht, es scheint nicht zu funktionieren. Um also "Gewinne laufen zu lassen", sollten Anleger starke Nerven haben. Der Mensch will behalten, was er sich erarbeitet (erjagt) hat. Diese, in der menschlichen DNA verankerte Eigenart ist die Ursache des Problems.🧬

Anleger müssen bereit sein, Verluste zuzulassen, obwohl sie vielleicht schon mal im Plus waren, um wirklich „Gewinne laufen lassen“ zu können, die sie im Falle einer Verlustbegrenzung nicht hätten realisieren können.



Lektion 5: Man muss nicht auf allen Hochzeiten tanzen

Was ist mit diesem Spruch gemeint? Nicht nur bei H&M, GStar & Co. wechselt jährlich die Kollektion (vermutlich eher öfter), die Interessenten in Läden und online bestaunen und kaufen können. Auch in Sachen Finanzen gibt es immer wieder neue Konstrukte. Und jedes Mal wird Anleger vorgegaukelt, wie toll dieses neue Produkte ist und was es alles kann und wie schnell es Investoren reich machen kann. Ich bin allerdings der Meinung, dass man solche, oft defizitären, Mode-Erscheinungen an der Börse tunlichst vermeiden sollte. Dazu zählen u.a. die folgenden:

Ja, es gibt immer wieder interessante Investment-Ideen & -Märkte. Manchmal scheint es allerdings besser, einfach bei dem zu bleiben, von dem man weiß, dass es funktioniert. Getreu dem Motto „Never change a running system!“ Denn wäre man bei einem der obenstehenden Themen dabei gewesen, wäre das Ganze nicht wirklich positiv ausgegangen. ⚙️



Lektion 6: Mach Dich nicht verrückt – Es bringt nichts!

Lass Dich vom Auf und Ab der Aktienmärkte nicht verrückt machen. Die Richtung, in die Du gehst, ist wichtiger als die Geschwindigkeit, mit der Du vorankommst. Zu viel Stress kann sogar Deine Lebenserwartung deutlich verkürzen (siehe dieser Artikel) und das ist es ja wohl nicht wert, oder?☠️

Um hier nicht nur eine klischeehafte These genannt zu haben, sondern um tatsächliche Fakten zu liefern, schau Dir mal dieses Poster von www.alleaktien.de an. Du siehst hier den historischen Verlauf der letzten 100(!) Jahre des S&P 500 Kurs- und Performance-Index.📈 Der darauf abgebildete Satz des Börsen-Altmeisters André Kostolany „Kaufen Sie Aktien und nehmen Sie Schlaftabletten. Nach einigen Jahren bemerken Sie: Sie sind reich!“ unterstützt meine Lektion 6: „Mach Dich nicht verrückt – Es bringt nichts!“ Bleibst Du langfristig in einen ganzen Markt investiert (15+ Jahre), wärst Du in den letzten 100 Jahren zu jedem Zeitpunkt mit einem deutlichen Renditeplus erfolgreich gewesen. In den letzten 100 Jahren lag die jährliche Rendite des Kursindex bei 5,9%. Dieser beinhaltet jedoch keine Dividenden. Mit Dividenden (Performanceindex) lag die jährliche Rendite sogar bei 10,2%. Wer 1920 $1000 in den S&P500 investiert hat, verfügt 100 Jahre später über ein Vermögen von unglaublichen $16,5 Mio. Langfristig verdoppelt sich das in Aktien investierte Vermögen also alle 7,15 Jahre.

Möchtest Du das Poster kaufen? Dann klicke einfach auf das Bild!



Welche Lektionen hast Du in Deiner Zeit am Aktienmarkt kennen gelernt? Habe ich welche vergessen? Ich freu mich auf Eure Kommentare!💭



7. Disclaimer

Eins noch: Ich betreibe hier weder Anlageberatung, noch möchte ich für bestimmte Unternehmen, Anlageklassen o.ä. werben. Ich übernehme keine Haftung oder Fehlerhaftung für ggf. falsche Angaben. Ich berichte hier lediglich auf Basis meiner eigenen Meinung. So solltest Du auch all' Deine Investment-Entscheidungen treffen.💡


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