AKTIE

Definition

Bei einer Aktie handelt es sich um ein Wertpapier, das einen geringen Teil des Grundkapitals einer Aktiengesellschaft repräsentiert. Sie dient dazu, die jeweilige Aktiengesellschaft zu finanzieren und definiert bestimmte Rechte der Mitgliedschaft des Aktionärs.

Ausgabekurs

Börsengänge (engl.: Initial Public Offering (IPO)) nehmen viel Zeit, Aufwand und Kosten in Anspruch. Es gibt zahlreiche gesetzliche Vorschriften und Regeln. Der Aufwand besteht primär in sogenannten Roadshows, die dazu dienen, die Produkte bei Kunden und  potentiellen Investoren vorzustellen und zu bewerben.

Anschließend wird der Unternehmenswert von sog. Konsortialbanken festgelegt und der Ausgabekurs (/-preis) je Aktie definiert.

Bei der Bewertung des Unternehmens-, und respektive, des Aktienwertes spielen zusätzlich auch Faktoren wie das Image des Unternehmens und deren Produkte eine entscheidende Rolle. Meist wird für den Börsengang eine Preisspanne für den Wert einer Aktie getestet, um sich an die Kaufbereitschaft potentieller Investoren bestmöglichen anpassen zu können.

Aktienarten

Inhaberaktie

Wer früher eine Inhaberaktie zuhause unter seinem Kopfkissen liegen hatte, der war auch der Eigentümer dieser Aktie. Heutzutage können Aktien lediglich noch in elektronischer Form gehalten werden.

Vorteil von solchen Inhaberaktien ist in erster Linie der leichte Handel an der Börse.

Nachteil war früher v.a., dass, wurde die Aktie geklaut (bzw. das bunte Papier, auf das sie gedruckt war) oder ging es verloren, war nicht nur die Aktie selbst weg, sondern auch der mögliche Kursgewinn in der Zukunft und auch das Anrecht auf zukünftige Dividendenzahlungen. Auch ist das 'Problem' von Inhaberaktien, dass für das Unternehmen nicht ersichtlich ist, wem wieviele Aktien der Aktiengesellschaft gehören. 

Namensaktie

Das 'Gegenteil' von Inhaberaktien sind sog. Namensaktien. Hier kann die Aktiengesellschaft einsehen, wem welche und wieviele Aktien gehören. Das bietet dem Unternehmen die Möglichkeit, seine Investoren bei Bedarf persönlich anzusprechen und z.B. zur Hauptversammlung einzuladen. In diversen Ländern und an zahlreichen Börsen ist es allerdings auch so, dass ausschließlich Namensaktien gehandelt werden können - ein weiterer Grund, bei Bedarf von Inhaber- auf Namensaktien umzusteigen.

Nennwertaktie

Eine Nennwertaktie lautet auf einen ganz bestimmten Betrag. Mit diesem Betrag, der in Deutschland mindestens 1€ betragen muss, ist der Aktionär am Grundkapital der Aktiengesellschaft beteiligt. Der Nennwert einer Aktie ist dabei unabhängig vom Aktienkurs.

Stammaktie

Als Besitzer einer Stammaktie haben Aktionäre das Recht, die Hauptversammlungen der Aktiengesellschaften, an denen sie Anteile halten, zu besuchen & über die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrates abzustimmen.

Vorzugsaktie

Die Vorzugsaktie bildet das Gegenstück zur Stammaktie. Somit wird der Aktionär weder auf die Hauptversammlung der jeweiligen Aktiengesellschaft eingeladen, noch hat er ein entsprechendes Stimmrecht. In den meisten Fällen hat die Stimme von Kleinanlegern ohnehin keine Auswirkungen auf das Ergebnis der Abstimmung, dennoch ist das durchaus nachteilig zu betrachten.

Andererseits bekommt der Besitzer einer Vorzugsaktie eine höhere Dividende ausgezahlt.

Vorzugsaktien werden im Fachjargon oft als "kastrierte Aktien" bezeichnet, da im Falle einer potentiellen Übernahme ausschließlich die Besitzer von Stammaktien ein Gebot für ihre Anteile halten.

Aktienkurs

Der Aktienkurs einer Aktie repräsentiert den Preis, zu dem eine Aktie an der Börse gehandelt wird. Dieser schwankt im Laufe der Handelszeiten nach oben oder nach unten - abhängig von Angebot und Nachfrage. Je höher die Nachfrage nach einer Aktie also ist, desto höher ist auch deren Preis. Umgekehrt gilt, dass, wenn die Nachfrage nach einer Aktie sehr gering ist, das Angebot respektive steigt und folglich der Aktienkurs sinkt.

Aktiensplit

Bei einem Aktiensplit erhöht die Aktiengesellschaft die Anzahl der verfügbaren Aktien am Aktienmarkt ohne das Grundkapital des Unternehmens zu verändern. Der Sinn dahinter liegt v.a. darin, dass die einzelnen Aktien nach dem Split weniger wert sind und sich potentiell mehr Anleger eine Investition leisten können. Optisch ist die einzelne Aktie bei einem Aktiensplit von 1:2 also nur noch halb so teuer wie vorher.

Das Gegenteil eines Aktiensplits sorgt dafür, dass der Preis einer einzelnen Aktie steigt. Idee dahinter ist in der Regel, dass die AG vermeiden möchte, die Aktie zu billig erscheinen zu lassen.

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